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Kontrollierte Wasserumleitung im Zuge des Brückenersatzneubaus

Maßnahme an der Norderelbbrücke: Wenn Präzision und Teamwork entscheiden

Im Zuge des Ersatzneubaus der Norderelbbrücke in Hamburg sollen Brückenpfeiler versetzt werden. Eine der Voraussetzungen dafür ist die Freilegung eines stillgelegten DN-2400-Rohwasserkanals, der vollständig mit Wasser gefüllt war.

Unsere Aufgabe bestand darin, das Wasser aus dem Kanal abzupumpen – allerdings unter besonderen Rahmenbedingungen: Das Wasser durfte weder in die Elbe noch in die umliegende Natur abgeführt werden. Stattdessen sollte es kontrolliert wieder in das vorgelagerte erdverlegte System eingebracht werden.

Die Herausforderung: Da der Kanal komplett gefüllt war, musste zunächst unter Wasser eine 2.400er Absperrblase gesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der Taucher Frey GmbH wurde die Blase durch einen Taucher exakt positioniert und anschließend im Kanal aufgezogen. Über einen zweiten Schacht wurde das Wasser mit einer Förderleistung von 60 m³ pro Stunde abgepumpt. Insgesamt wurden rund 1.600 m³ Wasser bewegt und gezielt vor der Absperrung wieder eingebracht. Nachdem der Kanal leer war, konnte eine Mauer eingebaut und die Absperrblase anschließend wieder entfernt werden.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte die Maßnahme erfolgreich abgeschlossen werden. Der Kanal kann nun zurückgebaut werden und die Arbeiten an den Brückenpfeilern gehen planmäßig weiter.